Spartenplan
Ein Spartenplan (oft auch Leitungstrassenplan oder Versorgungsplan genannt) ist für den Landschaftsgärtner die "Karte der unsichtbaren Gefahren" im Boden.
Er dokumentiert alle im Erdreich verlegten Ver- und Entsorgungsleitungen (die sogenannten Sparten).
1. Was ist im Spartenplan eingezeichnet?
- Stromleitungen (Niederspannung, Straßenbeleuchtung)
- Gasleitungen
- Wasserleitungen (Trinkwasser)
- Abwasserleitungen (Kanalisation, Regenwasser)
- Telekommunikation (Telefon, Glasfaser, Breitband)
- Fernwärmeleitungen
2. Warum ist er für den Gärtner lebenswichtig?
- Vermeidung von Leitungsschäden: Bevor der Bagger den ersten Stich macht, muss der Gärtner wissen, wo Leitungen liegen. Eine gekappte Glasfaserleitung oder eine beschädigte Gasleitung kann extrem teuer und gefährlich werden.
- Pflanzabstände: Bäume dürfen nicht direkt über bestimmten Leitungen gepflanzt werden (Wurzelschutz/Druckbelastung).
- Sicherheit: Besonders bei Strom- und Gasleitungen besteht Lebensgefahr für das Baustellenteam.
3. Woher kommt der Plan?
Der Gärtner oder Bauleiter muss vor Baubeginn eine sogenannte Leitungsauskunft bei den örtlichen Stadtwerken oder/und Versorgungsunternehmen einholen. Diese schicken dann die aktuellen Spartenpläne für das entsprechende Flurstück zu.
4. Wichtiger Hinweis für die Praxis:
Spartenpläne sind oft ungenau (sie zeigen nur den ungefähren Verlauf). Deshalb gilt im GaLaBau: In der Nähe von markierten Leitungen darf nur mit Handschachtung (Spaten statt Bagger) oder mit einem Saugbagger gearbeitet werden.