Ausbildung GaLaBau
Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) ist eine 3-jährige duale Ausbildung. Das bedeutet, du lernst abwechselnd im Betrieb, in der Berufsschule und in speziellen überbetrieblichen Zentren.
1. Die drei Lernorte
• Ausbildungsbetrieb: Hier verbringst du die meiste Zeit (ca. 3–4 Tage pro Woche). Du arbeitest auf echten Baustellen mit, bedienst Maschinen und lernst die Praxis von der Pike auf.
• Berufsschule: Blockweise oder an 1–2 Tagen pro Woche lernst du die Theorie: Pflanzenkunde, Technik, Mathematik (Flächenberechnung) und Wirtschaftslehre.
• Überbetriebliche Ausbildung (ÜA): Das ist die "Spezialität" im GaLaBau. In einwöchigen Lehrgängen lernst du Intensiv-Skills wie den sicheren Umgang mit der Motorsäge, Natursteinpflastern oder das Bedienen von Baggern.
2. Zeitlicher Ablauf
• 1. Ausbildungsjahr: Fokus auf Grundlagen. Bodenkunde, einfache Pflasterarbeiten, Erkennen von Pflanzen und Handhabung von Werkzeugen.
• 2. Ausbildungsjahr: Du übernimmst anspruchsvollere Aufgaben. Baustelleneinrichtung, Entwässerung, Holzarbeiten und fortgeschrittene Pflanzenverwendung.
Zwischenprüfung: Findet meist vor dem Ende des zweiten Jahres statt, um deinen Wissensstand zu checken.
• 3. Ausbildungsjahr: Vorbereitung auf die Gesellenprüfung. Du lernst, Projekte eigenständiger zu planen, Massen zu berechnen und komplexe Außenanlagen (z. B. Teiche oder Dachbegrünungen) zu bauen.
3. Die Abschlussprüfung
Am Ende steht die Landschaftsgärtner-Prüfung (Gesellenprüfung).
Sie besteht aus:
• Schriftlich: Pflanzenkunde, Betriebswirtschaft und Technik.
• Praktisch: Du musst ein kleines Gewerk (z. B. ein Stück Mauer, Pflasterfläche und Bepflanzung) nach Plan in einer vorgegebenen Zeit fehlerfrei bauen.
Gut zu wissen:
• Verkürzung: Bei sehr guten Leistungen oder Fachabitur/Abitur kannst du die Ausbildung oft auf 2 oder 2,5 Jahre verkürzen.
• Winter: Da im Winter draußen weniger zu tun ist, findet in dieser Zeit oft verstärkt der Theorieunterricht statt.