Landschaftsgärtner
 

Abschlußprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil.


1. Schriftliche Prüfung (Theorie)
Die schriftlichen Prüfungen finden in Bayern meist Ende Juni statt. 

Geprüft werden:

  • Pflanzenkunde: Bestimmung von Pflanzen sowie Wissen über Standortansprüche und Verwendung.
  • Betriebliche Zusammenhänge: Fachwissen Landschaftsgärtner, Fachrechnen (z. B. Materialbedarfsberechnungen)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Technik & Bau: Fragen zu Baustoffen, Maschinen und vegetationstechnischen Verfahren.

2. Praktische Prüfung (Das "Gewerk")
Der praktische Teil dauert in der Regel mehrere Stunden (ca. 3 Stunden). In denen eine kleine landschaftsgärtnerische Anlage ("Gewerk") nach Plan entsteht.

  • Vermessung: Übertragen von Höhen und Maßen vom Plan auf die Fläche (meist ausgehend von einem Fixpunkt).
  • Steinarbeiten & Wegebau: Einbau von Kantensteinen, Pflastern von Flächen   (z. B. mit Naturstein-Kleinstein oder Betonplatten) und Entwässerungsrinnen.
  • Holzarbeiten: Gelegentlich Einbau von Palisaden oder Holzblockstufen.
  • Pflanzung & Rasen: Fachgerechtes Vorbereiten der Pflanzflächen, Einsetzen von Gehölzen/Stauden und Anlegen einer Rasenfläche.

3. Mündliche Prüfung (Fachgespräch)
Das etwa 40-minütige Fachgespräch (+ 10 Minuten einlesen in den Plan).

  • Drei Prüfer besprechen mit dir einen vorgelegten Plan oder dein praktisches Gewerk.
  • Du erklärst Arbeitsabläufe, Materialwahl und technische Details (z. B. Schichtaufbau einer Terrasse).
  • Tipp: Fachlich fundiert und sicher auftreten, um den Prüfern Kompetenz zu signalisieren.