Landschaftsgärtner
 

Betonbau

Im Garten- und Landschaftsbau ist Beton ein unverzichtbarer Werkstoff für Fundamente, Mauern und Beläge. 

1. Materialkunde

  • Bestandteile: Mischungsverhältnis von Zement, Gesteinskörnung (Kies/Sand) und Wasser.
  • W/Z-Wert: Das Verhältnis von Wasser zu Zement. Zu viel Wasser macht den Beton zwar flüssig, schwächt aber die spätere Festigkeit und Frostbeständigkeit.
  • Festigkeitsklassen: Wissen, welcher Beton wofür gut ist (z. B. C25/30 für befahrbare Flächen).
  • Konsistenz: Wissen, ob der Beton erdfeucht (für Randsteine), plastisch oder flüssig geliefert werden muss.
  • Expositionsklassen: Auswahl des Betons nach Umwelteinflüssen (z. B. Frost, Tausalz oder Bodenfeuchte).

2. Bautechnik und Schalungsbau

  • Schalung: Bau von stabilen Formen aus Holz oder Systemschalungen, die dem Druck des flüssigen Betons standhalten.
  • Bewehrung (Stahl): Einlegen von Baustahlmatten oder Stäben, um Zugkräfte aufzunehmen (besonders bei Stützmauern oder Bodenplatten). Wichtig: Die Betondeckung (Abstand vom Stahl zum Rand), damit der Stahl nicht rostet.
  • Fundamente: Erstellen von Streifenfundamenten (frostfrei auf ca. 80 cm Tiefe) für Mauern oder Punktfundamenten für Pfosten.

3. Verarbeitung und Einbau

  • Verdichten: Einsatz von Rüttelflaschen oder Handstampfern, um Lufteinschlüsse zu entfernen.
  • Ebenheit und Gefälle: Abziehen der Oberfläche, damit Wasser ablaufen kann.

4. Nachbehandlung

Beton „trocknet“ nicht, er bindet chemisch ab.

  • Feuchthalten: Schutz vor zu schnellem Austrocknen durch Sonne oder Wind (Abdecken mit Folie oder Besprühen), da sonst Schwindrisse entstehen.
  • Temperatur: Beton darf beim Abbinden nicht gefrieren (unter +5 °C stoppt der Prozess).
  • Ausschalen: Wissen, wann der Beton tragfähig genug ist, um die Schalung zu entfernen.

5. Betonfertigteile

  • L-Steine/Winkelstützen: Fachgerechter Einbau mit Rückenstütze aus Beton.
  • Pflaster und Platten: Verlegen von Betonsteinen in Splitt oder Mörtel sowie die fachgerechte Verfugung.