Landschaftsgärtner
 

Verdichtungsarbeiten

1. Bodenverdichtung

  • Im Wegebau ist eine hohe Verdichtung für die Tragfähigkeit zwingend nötig. 
  • Im Pflanzbereich ist Verdichtung fatal, da sie Luft- und Wasserporen zerstört (Gefahr von Staunässe und Wurzelbaufäule).
  • Wassergehalt: Der Boden lässt sich bei der sogenannten „optimalen Proktordichte“ (weder zu trocken noch zu nass) am besten verdichten. Zu nasser Boden verschlammt nur.

2. Korngrößenverteilung

  • Tragfähigkeit: Für Tragschichten im Wegebau werden „gestufte“ Korngemische (z. B. Schotter 0/32 mm) genutzt. Die kleineren Körner füllen die Hohlräume zwischen den großen Körnern perfekt aus.
  • Filterstabilität: Die richtige Verteilung verhindert, dass feines Material (z. B. Bettungssand) durch Wasser in die grobe Tragschicht darunter geschwemmt wird (Absackungsgefahr).

3. Verdichtungswirkung

  • Einflussfaktoren: Sie hängt von der Schichtdicke des Materials, dem Bodentyp, der Feuchtigkeit und der Energie des Geräts ab.
  • Tiefenwirkung: Schwere Geräte wirken tief. Wird in zu dicken Schichten geschüttet, bleibt der untere Bereich locker, was später zu Setzungen führt. Daher wird immer lagenweise (meist 15–20 cm) verdichtet.

4. Verdichtungsgerät

  • Rüttelplatte (Vibrationsplatte): Ideal für sandige, kiesige Böden und Pflasterarbeiten.
  • Grabenstampfer („Frosch“): Erzeugt eine hohe Stoßwirkung. Perfekt für bindige (lehmige) Böden und enge Gräben.
  • Walzen: Für großflächige Arbeiten im Erd- und Asphaltbau.

5. Überprüfung der Verdichtung

  • Dynamischer Plattendruckversuch: Die Standardmethode im GaLaBau mittels Fallgewicht, um den Verformungsmodul (\(E_{vd}\)-Wert) direkt auf der Baustelle elektronisch zu messen.
  • Visuelle Kontrolle: Beobachtung des Federungsverhaltens während der Überfahrt mit dem Verdichtungsgerät.