Bestandteile - Zusammenstzung
Beton besteht im Kern aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser.
1. Zement (Das Bindemittel)
Zement reagiert chemisch mit Wasser (Hydratation) und verklebt die Gesteinskörnung.
- Sorten: Meist wird CEM I (Portlandzement) oder CEM II (Portlandkompositzement) verwendet.
- Trasszement: Im GaLaBau besonders wichtig für Natursteinarbeiten, da er Ausblühungen (weiße Kalkschleier) und Verfärbungen an den Steinen minimiert.
- Lagerung: Zement muss absolut trocken gelagert werden, da er sonst klumpt und seine Bindekraft verliert.
2. Gesteinskörnung (Das Gerüst)
Sie macht etwa 70–80 % des Betonvolumens aus und bestimmt die Stabilität.
Korngröße (Sieblinie): Ein Mix aus verschiedenen Größen (z. B. 0–16 mm oder 0–32 mm) ist ideal, damit die kleinen Steine die Lücken zwischen den großen füllen.
- Sauberkeit: Sand und Kies müssen frei von Lehm, Ton oder organischen Stoffen (Humus) sein, da diese den Bindungsprozess stören.
- Frostbeständigkeit: Für Außenbauteile muss die Gesteinskörnung selbst frosthart sein.
3. Zugabewasser
- Wasser startet die chemische Reaktion.
- Qualität: In der Regel wird Trinkwasser genutzt. Es darf nicht ölhaltig, salzig oder stark humushaltig sein.
- W/Z-Wert (Wasser-Zement-Wert): Das wichtigste Verhältnis! Ein zu hoher Wasseranteil macht den Beton flüssig und leicht verarbeitbar, führt aber nach dem Trocknen zu vielen Poren, geringerer Festigkeit und Frostschäden.
4. Zusatzmittel und Zusatzstoffe
Damit werden spezifische Eigenschaften eingestellt:
- Betonverflüssiger (BV): Macht den Beton geschmeidig, ohne dass mehr Wasser zugegeben werden muss (hält den W/Z-Wert niedrig).
- Beschleuniger/Verzögerer: Steuern die Zeit, bis der Beton fest wird (wichtig bei extremer Hitze oder Kälte).
- Luftporenbildner (LP): Erzeugt mikroskopische Bläschen, die dem gefrierenden Wasser im Winter Raum zum Ausdehnen geben – erhöht die Frost-Tausalz-Beständigkeit.
5. Mischungsverhältnisse (Praxisregeln)
- Standardmischung (unbewehrt): Oft wird im Verhältnis 1:4 gemischt (1 Teil Zement zu 4 Teilen Kiessand).
- Erdfeuchter Beton: Für das Setzen von Randsteinen wird nur so viel Wasser zugegeben, dass der Beton beim Zusammenpressen mit der Hand gerade so die Form behält (wie feuchte Erde).