Grundlagen:
1. Aufbau der Pflanze (Anatomie und Morphologie)
Funktionen der verschiedenen Pflanzenorgane
- Wurzeln: Verankerung im Boden sowie der Aufnahme von Wasser und gelösten Nährstoffen.
- Sprossachse (Stamm/Stängel): verbindet Wurzel und Blätter, dient als Stütze und transportiert Wasser nach oben sowie Zucker (Energie) nach unten.
- Blätter: Hier findet die lebensnotwendige Fotosynthese statt. Blattmerkmale (Anordnung, Form, Rand) zur Pflanzenbestimmung.
- Blüten und Früchte: Bestäubung und Samenbildung ist wichtig für die Vermehrung und die ökologische Gestaltung (z. B. Insektenfreundlichkeit).
2. Ernährung und Stoffwechsel (Physiologie)
Pflanzen sind "Selbstversorger", benötigen aber spezifische Bedingungen, um ihre Energie zu produzieren:
- Fotosynthese: Pflanzen nutzen Sonnenlicht, Kohlendioxid (CO²) aus der Luft und Wasser, um Glukose (Zucker) als Energiequelle herzustellen. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt.
- Nährstoffbedarf: Über das Bodenwasser nehmen Pflanzen mineralische Nährstoffe auf. Ein Gärtner unterscheidet zwischen:
- Hauptnährstoffen: Stickstoff (N) für das Wachstum, Phosphor (P) für Wurzeln und Blüten sowie Kalium (K) für die Standfestigkeit und allgemeine Gesundheit.
- Spurenelementen: Stoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen, die in geringen Mengen für den Stoffwechsel nötig sind.
- Bodenkunde: Bodenarten (Sand, Lehm, Ton) der pH-Wert ist entscheidend, da diese Faktoren bestimmen, wie gut Nährstoffe für die Pflanze verfügbar sind.
3. Praktische Anwendung
- Düngung: Bedarfsgerechte Zufuhr von Nährstoffen basierend auf Bodenanalysen.
- Bewässerung: Verständnis des Wasserbedarfs je nach Standort und Pflanzenart.
- Standortwahl: Auswahl der richtigen Pflanze für den richtigen Ort (sonnig, schattig, trocken, feucht).
- Pflanzenschutz: Erkennen von Mangelerscheinungen (z. B. Gelbfärbung der Blätter bei Eisenmangel) oder Krankheiten.